2. Symposium der Ulmer Kinderkardiologie 06. Oktober 2018

Eindrücke aus Sicht einer Teilnehmerin
06. Oktober, der Seminarraum in der Uniklinik Ulm füllt sich langsam. Ärzte, Studenten, Angehörige und Betroffene mischen sich unter die Zuhörer im kleinen Seminarraum der Uniklinik Ulm am Michelsberg. Das 2. Kinderkardiologische Symposium war gespickt mit vielseitigen, interessanten und spannenden Themen.

 

Bild privat

Die Dozenten wagten den Spagat zwischen ärztlich medizinischen sowie sozialrechtlichen Themen. Beeindruckend war der Erfahrungsbericht von Fr. Knopf.

(JEMAH e.V. Leiterin der Regionalgruppe Südbaden) Ihren Eltern wurde in frühester Kindheit mitgeteilt, „das Thema Schule wird nie zu einem Thema, weil ihr Kind diese Zeit nicht mehr erleben wird.“ Fr. Knopf stand nun am sechsten Oktober quicklebendig und lebensfroh vor uns und berichtete über ihre beeindruckende Krankheits,- und Lebensgeschichte. Einen Einblick in die Diagnostik und Behandlung von Lungenhochdruck Patienten gab uns Prof. Dr. med. C. Apitz. Auf die Versorgungslücke bei Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler wies uns Prof. Dr. Dr. med. H. Kaemmerer vom deutschen Herzzentrum München hin, welcher extra aus München angereist war. Er machte dem Publikum deutlich wie wichtig eine Lebenslange Kardiologische Kontrolle für Menschen mit angeborenen Herzfehlern ist. Sozialpädagogin M. Thiels von der BVHK Sozialrechtliche Beratungshotline, führte das Publikum in Sozialrechtlichen Grundlagen ein. Die Pausen luden dazu, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungsberichte zu hören und fragen an die Dozenten zu stellen. Ich traf Interessante Menschen und ein Gefühl von Verständnis und Mitgefühl unter Gleichgesinnten kam auf. Nur zufällig erfuhr ich von dem Symposium. Im Gespräch mit Hr. Eifert, Assistent von den Ulmer Herzkindern e. V. erfuhr ich von den Schwierigkeiten, aufgrund des neuen Datenschutzgesetzes. Wenig Betroffene konnten direkt eingeladen werden. Die Anmeldungen waren dadurch verhalten. In Zukunft sind weitere Symposien geplant. Hier sollte die PR überdacht werden um mehr Interessierte und Betroffene zu erreichen. Ich selbst bin Mutter eines herzkranken Sohnes. Er kam mit einer Fallot Tetralogie und Herzrhythmusstörungen zur Welt. Mit neun Monaten die erste Operation. Es gibt Höhen und Tiefen die wir als Herzeltern annehmen, bewältigen und tragen, um unsere Herzkinder zu unterstützen und beim Erwachsen werden begleiten. In der Kinderkardiologie hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel getan und die Forschung steht nicht still. Immer wieder erscheinen neue Behandlung`s,- Therapie und Operationsformen. Das Symposium sehe ich als Plattform für den Austausch aktueller wissenschaftlicher Kardiologischer Themen. Das zweite Kinderkardiologische Symposium wurde gemeinsam mit den Ulmer Herzkinder e.V. J. Eifert und unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. med. C. Apitz und OA Dr. med. M. Kaestner der Uniklinik Ulm organisiert. Eine Rund um gelungene Veranstaltung.

Frau Kunth

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